Schematherapie für Kinder und Jugendliche

Modusmodell

 

Literatur:

Jacob, G., Arntz, A. (2011). Schematherapie in der Praxis. Weinheim: Beltz

Loose, C, Graaf, P, & Zarbock, G. (2013). Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Beltz.

Loose, C, Graaf, P, & Zarbock, G. (2015). Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Beltz.

Rafaeli E., Bernstein, D.P. , Young, J.E. (2011). Schema Therapy. The CBT Distinctive Features  Series. New York: Routledge.

Roediger, E.(2009). "Praxis der Schematherapie. Grundlagen, Anwendung, Perspektiven"., Stuttgart: Schattauer Verlag .

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Unterwerfungs-Modus

Vermeidungs-Modi

Überkompensations-Modi

Schema-Ebene

Modus-Ebene

Textfeld: Die Abbildung soll verdeutlichen, dass unterschiedliche Schemata (hier: Eiswürfel) ähnliche Auswirkungen (Wasserspritzer oder -wellen) haben können. Um die Heftigkeit und Emotionalität gering zu halten, werden von den Betroffenen Bewältigungsmodi kultiviert, die kurzfristig Ruhe und Entspannung ermöglichen, langfristig aber zu dysfunktionalen Verhaltensweisen führen (können).

Dynamik des Modusmodells, vgl. Loose (2010); angelehnt an Roediger (2009)

Poster Loose (ISST 2010, Berlin): Schema Therapy for Children: Proposal of Modification  Download

Textfeld: Ein Schemamodus bezeichnet einen aktuellen affektiven Zustand. Dieser Zustand ist mit einem Schema assoziiert, allerdings ist keine 1-zu-1-Zuordnung möglich. 
Der Modus entspricht hierbei einer State-, das Schema einer Trait-Komponente, wobei State einen aktuellen Zustand und Trait einem überdauernden Persönlichkeitszug beschreibt.  Die Art und Weise, wie sich ein Schema auf Erlebens- oder Verhaltensebene bemerkbar macht, kann sehr unterschiedlich sein. Bei Kindern sind die Schemata noch nicht so gefestigt, wie bei Erwachsenen. Sie leben mehr von einem Moment in den nächsten und sind - je nach emotionaler und intellektueller Entwicklung sowie aktueller Betroffenheit - i.d.R. weniger differenziert als Erwachsene. Aber auch bei letzteren kann die Modus-Arbeit weit fruchtbarer und Ziel führender sein als die alleinige Schemabearbeitung (vergleiche z.B. Jacob & Arntz, 2011; Roediger, 2009). 
Textfeld: Es lassen sich 4 Hauptgruppen von Modi I-II-III-IV unterscheiden, zum Teil aus Subgruppen A,B,C ... bestehen) 
I. Kindmodi : „Der kleine ... [Name des Kindes]“; z.B. der kleine Felix
II. Antreiber - und Bestrafermodi : „Der kritische ... [Name des Kindes]“       
III. Maladaptive Bewältigungsmodi: „Notfall-... [Name des Kindes]“       
IV. Clever-Modus: „Der clevere ... [Name des Kindes]“       

In der untenstehenden Abbildung ist die Dynamik des Modusmodells (in englischer Sprache) grob skizziert widergegeben, wobei für genauere Einblicke die Bücher von Loose, Graaf und Zarbock (2013, 2015) empfohlen seien. 	
Textfeld: Homepage created by: C. Loose ©; last update 14.11.2018; Homepage seit 3/2011
Textfeld: Nicht selten entstehen im Laufe des Lebens mehrere maladaptive Schemata nebeneinander. Da nicht jedes Schema zu einem speziellen und eindeutigen Verhalten oder Erleben führt, macht es Sinn, die Schemata auf Modus-Ebene zu bearbeiten.