Schematherapie für Kinder und Jugendliche

Schemata: Early Maladaptive Schemas (EMS)

Literatur:

Young, J.E., Klosko, J. S., Weishaar, M. E. (2008). „Schematherapie. Ein praxisorientiertes Handbuch“ 2. Aufl.; Verlag: Junfermann.

Rafaeli E., Bernstein, D.P. , Young, J.E. (2011). Schema Therapy. The CBT Distinctive Features  Series. New York: Routledge.

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Abgerundetes Rechteck: Domäne 2: Beeinträchtige Autonomie und Leistung
Abgerundetes Rechteck: Abhängigkeit / Inkompetenz
Abgerundetes Rechteck: Anfälligkeit für Schädigungen oder Krankheiten
Abgerundetes Rechteck: Verstrickung / Unentwickeltes Selbst
Abgerundetes Rechteck: Versagen
Textfeld: Eines der bedeutendsten Konzepte der Schematherapie beinhaltet die Idee von frühen maladaptiven Schemata (early maladaptive schemas; EMS). 
Ein Schema stellt ein Lebensthema bzw. allgemein organisierendes Prinzip dar. Diese Prinzipien erinnern an Überzeugungen, Grundmuster, Grundrisse bzw. Grundstrukturen . 
Young und Kollegen (2008, Seite 36) definierten EMS „als schädigende emotionale und kognitive Muster, die früh in unserer Entwicklungszeit entstehen und unser ganzes Leben lang erhalten bleiben“.
Im Allgemeinen werden vier Typen von schädlichen Erfahrungen beschrieben, die die Ausbildung von EMS begünstigen:  
Anhaltende/toxische Frustration emotionaler Grundbedürfnisse (zu wenig des Guten)
Traumatisierung oder Viktimisierung (Misshandlung, Missbrauch, Prostitution etc.)
Verwöhnung & Überbehütung (zu viel des Guten)
Überforderung des Kindes mit Erwachsenenthemen (z.B. Parentifizierung nach Trennung der Eltern)
Textfeld: In der Regel liegen mehrere Schemata bei ein und demselben Patienten vor. Wenn nun ein bestimmtes Verhaltensmuster gezeigt wird (z.B. Aggressivität), kann daraus nicht geschlossen werden, welches Schema genau getriggert wurde. Außerdem kann ein und dasselbe Schema unterschiedliche Verhaltensweisen hervorbringen, je nachdem welche Bewältigungsstrategie von der Person aktiviert wurde (vergleiche Coping-Strategien). Aus diesem Grunde wurde das weniger komplizierte und übersichtlichere Modus-Modell entwickelt (vergleiche: Modusmodell), das sich gerade bei kindlichem Problemverhalten anwenden lässt.
Textfeld: Schemata sind Lebensthemen, die wie schwimmende Eisberge scheinbar harmlos in unseren Ozeanen schwimmen. Bekanntermaßen sind aber nur der kleinere Teil eines Eisberges von oben sichtbar. Der größere Teil kann - wenn auch nur unter der Oberfläche - viel Raum in unserem Leben einnehmen. Und manchmal für große Einschnitte sorgen.
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